Als Verpackungsmaterial für Getränke wird meist Tetrapack verwendet

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Verpackungsmaterial ist untrennbar mit der Geschichte der Menschheit verbunden, da man von Anfang an nach Möglichkeiten zum Einpacken suchte. Der Grund dafür ist sehr einfach: Nahrungsmittel konnten besser transportiert werden und wurden länger haltbar. Schon sehr früh kam der Tonkrug als Verpackungsmaterial zum Einsatz. Die ersten Nachweise reichen bis in die Urgeschichte der Menschen zurück, dass Tonkrüge verwendet wurden. Damals musste ein Gefäß hauptsächlich praktisch sein. Heutzutage ist die Verpackung hauptsächlich Werbemittel. Aus diesem Grund werden die diversen Verpackungen ansprechend gestaltet. Viel Müll ist bedauerlicherweise die Folge. Gebrauchsgegenstände wie CDs oder DVDs werden häufig noch einmal zusätzlich mit Plastikfolie eingeschweißt, um die Hülle vor Kratzern zu schützen. Diese Art der Verpackung erweckt häufig den Eindruck von mehr Inhalt, sorgt allerdings nur dafür, dass mehr Verpackungsmaterial verbraucht wird. Diese Problemstellung ist allerdings erst binnen der letzten 200 Jahre entstanden, wo mehr und mehr Müll aufkam.

Die urgeschichtlichen Menschen lebten als Jäger und Sammler, die sich solange in einem Gebiet aufhielten, solange man Nahrung fand. Als die Menschen letzten Endes damit begannen, Ackerbau und Tierhaltung zu betreiben, mussten die Lebensmittel ebenfalls konserviert werden. Lange Zeit versuchte man dies ausschließlich mit Räuchern, Trocknen und Pökeln. Mit der Zeit wurde der Mensch immer erfinderischer, was das Verpackungsmaterial betraf. Ein weiterer Meilenstein war die Entwicklung von Verschlüssen für Gläser im 19. Jahrhundert. Fast bahnbrechend als Verpackungsmaterial war letztendlich die Erfindung der Konservendose. Man mag es kaum glauben, allerdings indirekt geht diese Erfindung auf Napoleon Bonaparte zurück. 1795 setzte er ein Preisgeld von 12.000 Goldfranc aus, wenn jemand für seine Soldaten im Feld ein entsprechendes Verfahren entwickelte. Ein Zuckerbäcker aus Frankreich erhitzte die Nahrungsmittel auf 100 Grad Celsius und verschloss diese luftdicht in Gläsern. Ein Engländer übernahm ein paar Jahre später diese Idee und ersetzte die Gläser durch Behälter aus Blech. Ein unersetzbares Verpackungsmaterial war geboren – die Konservendose. Zu dieser Zeit mussten die Konservendosen noch mit Hammer und Meißel geöffnet werden, da der Dosenöffner erst 50 Jahre später entwickelt wurde.

Das Verpackungsmaterial Blech hat sich allerdings durchgesetzt und mittlerweile werden rund 300 Milliarden Büchsen im Jahr hergestellt. Vor allem in Zeiten der Industrialisierung wurde die Konservendose als eine der wichtigsten Erfindungen gefeiert. Aus den Konservendosen entwickelten sich schließlich die Getränkedosen, die zum absoluten Renner in der Verpackungsindustrie wurden. Erstmalig produziert wurde dieses Verpackungsmaterial in den USA. Mitte der dreißiger Jahre gab es erstmalig Bier in Dosen zu kaufen. Verantwortlich dafür war eine Brauerei aus New Jersey, die diesen Schritt als erster ging. Ein Jahr später wurde das neue Verpackungsmaterial für nicht-alkoholische Getränke eingeführt. Tetrapak-Verpackungsmaterial für Getränke gibt es übrigens erst seit ungefähr 60 Jahren. Im Laufe der Zeit hat es sich also so entwickelt, dass es kaum noch Produkte ohne Verpackung zu kaufen gibt. Ganz gleich ob Obst, Fleisch oder High-Tech-Produkte – jeglicher Artikel wird mit einer zweiten Haut, einem Verpackungsmaterial, ausgestattet, bevor es zu den Kunden gelangt.