Menükarten verraten den Stil der Location

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Der Eindruck eines Speiselokals wird durch unterschiedliche Komponenten beeinflusst. Einerseits ist es die Atmosphäre und das Angebot, andererseits sind es die Speisekarten, auch Menükarten genannt. Es empfiehlt sich, dass die Speisekarten im selben Design wie das Lokal gestaltet sind. Durch die Menükarten wird ein gewisses Image des Hauses gezeigt. Die Speisekarten sollten mit dem Konzept des Restaurants harmonieren. Wenn der Eindruck entgegengebracht wird, man weiß hier nicht, wie man Dinge gut miteinander kombiniert, dann glaubt man ebenfalls nicht, dass die Zutaten der Speisen in den Menükarten gut aufeinander abgestimmt sind.

Bestimmte Speisekarten können auch bei den Gästen ein Lächeln auslösen, selbst wenn dies nicht stets geplant ist. Oftmals kann man auf den Speisekarten äußerst amüsante Namen für Gerichte finden. Vorwiegend passiert dies jedoch, wenn man sich in den Ferien in einem fremden Land befindet und dort in ein Restaurant zum Essen geht. Die unfreiwillig amüsanten Gerichte wurden gesammelt und können im Internet oder in verschiedenen Büchern gefunden werden. Inzwischen gibt es sogar eine eigene Rubrik in einer Tageszeitung, die lustige Fehler in Menükarten ausfindig macht. Erheiterung lösen ebenfalls immer wieder fehlerhafte Übersetzungen in Menükarten aus. Ab und zu reicht schon ein fehlender Buchstabe, um einem Gericht eine absolut neue Bedeutung zu geben. Zwei Beispiele, die zum Schmunzeln anregen und schon auf Speisekarten gefunden wurden, sind der Goldbarsch und die Grammelknödel. Welche Buchstaben hier in den Menükarten vergessen wurden, ist auf den ersten Blick ersichtlich. Deshalb empfiehlt es sich, die Texte der Menükarten mehrfach Korrektur lesen zu lassen. Schließlich wirken Fehler auf den Speisekarten ausgesprochen unprofessionell und die Gäste assoziieren solche kleinen Fehler oftmals direkt mit der Qualität des Essens, was sich wiederum ungünstig auf das Geschäft auswirkt.

Gewisse Restaurants haben Speisekarten mit einer äußerst umfangreichen Auswahl. Dies ist von den Betreibern jedoch häufig nur zu gut gemeint, denn auch bei den Menükarten hat sich mittlerweile die Meinung, dass weniger mehr ist, etabliert. Bei einem übersichtlichen Speisenangebot ist auch in vielen Fällen die Qualität des Essens besser. Das muss nicht stets der Fall sein, aber je mehr Speisen auf den Menükarten stehen umso mehr Zutaten kommen aus der Dose oder dem Gefrierfach. Die Lebensmittel, die in den Restaurants auf den Speisekarten angeführt sind, müssen schließlich auch gelagert werden, da nicht täglich sämtliche Produkte verbraucht werden.

Speisekarten wirken oftmals sehr lesenswert, wenn darin beispielsweise Geschichten erzählt werden. Einige Gastronomen erfinden besondere Namen für ihre Gerichte, um sie interessanter zu machen. Besonders im orientalischen oder chinesischen Raum haben sich Gerichte mit den Namen „Der Imam fiel in Ohnmacht“ oder „Ameisen klettern auf den Baum“ durchgesetzt. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um „Gefüllte Auberginen“ und eine „Glasnudel-Gemüse-Pfanne“. Man sollte allerdings nicht vergessen, die Zutaten auf den Menükarten anzuführen. Speisekarten sind auch eine Plattform um Sympathie zu verbreiten. So kann man darin beispielsweise eine persönliche Geschichte unterbringen. Besonders bei einem langjährigen Familienbetrieb sollte man die Gelegenheit nutzen und in der Speisekarte auf die verschiedenen Generationen hinweisen. Alte Fotos und eine kurze Familiengeschichte wirken bei den Gästen sehr einladend. Durch solche Menükarten wird eine spezielle Bindung zu den Gästen aufgebaut.