Viele kaufmännische Aufgaben der Hausverwaltung

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Der Name lässt es schon vermuten: die Hausverwaltung ist für die Administration von vermieteten Wohnungen, Wohnhäusern, Gewerbeobjekten und Wohnanlagen zuständig. Den Beruf des Verwalters gibt es bereits seit über 2000 Jahren, denn bereits im 12. Brief an Lucilius beschwerte sich der römische Philosoph Seneca über seinen Hausverwalter. Es gibt keinen gesetzlichen Aufgabenkatalog zur Administration Mietobjekten. Die diversen Aufgaben der Hausverwaltung sind in den vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Hausverwaltung und dem Objekteigentümer festgelegt. Es kann zwischen einer kaufmännischen und einer technischen Verwaltung differenziert werden. Die Verwaltung und ebenfalls die Vereinnahmung des Mietzinses gehören zu den kaufmännischen Aufgaben der Hausverwaltung. Darüber hinaus muss sie dafür sorgen, dass die Mieten bei den Index- und Staffelmietvereinbarungen eingehalten werden.

Die Verwaltung muss unter anderem die Mietverträge mit dem Eigentümer mit der Eigentümerin verhandeln und gestalten und regelmäßig Abrechnungen vorlegen. Darüber hinaus hat die Hausverwaltung die Verpflichtung, jedes Jahr eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen und Kosten zu zahlen. Diverse Leistungen wie die Wasser- und Stromversorgung müssen auch beauftragt werden, wie auch die Abfallentsorgung. Den meisten Aufwand benötigt die Verwaltung mit der Planung der Finanzen und der Wirtschaftsplanung. Über die Mieter und Objekte muss äußerst viel in Akten aufgeführt werden und man muss prüfen, ob die Ein- und Ausgaben auch korrekt sind. Der Betrieb und die Überprüfung der Heizungen, Aufzüge und Klingelanlagen gehören zur technischen Hausverwaltung. Sie ist auch für die Pflege der Gärten und für die Säuberung zuständig. Neben den Maßnahmen zur Instandhaltung und Modernisierung zählen ebenfalls Absprachen mit den Hausbesitzern und dem Mietern zu den vielen Aufgaben der Hausverwaltung. Weitere Aufgabengebiete sind Neuvermietungen und Wohnungsabnahmen, die des Öfteren durchgeführt werden müssen. Die Hausverwaltung bietet ebenfalls des Öfteren ein sogenanntes Hausmeisterservice an. Dazu gehören diverse Services. Eine dieser Dienstleistungen ist die Reinigung des Stiegenhauses, weitere sind oft Gartenarbeiten und unterschiedliche Reparaturen. Die Hausverwaltung bekommt eine Vergütung für die ausgeführten Serviceleistungen. Diese wird auf die einzelnen Wohneinheiten umgerechnet. Es gibt entweder einen Fixbetrag oder eine prozentuale Beteiligung, die als Basis dient. Der Eigenheimbesitzer muss für die Kosten der Serviceleistungen aufkommen. Diese dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Die Tätigkeiten der Hausverwaltungen beschränken sich meist auf ein gewisses Gebiet. Ein paar Unternehmen haben ein Service, das in einem sehr großen Gebiet angeboten wird. Es ist nicht verpflichtend, als Hausverwalter eine bestimmte Ausbildung abgeschlossen zu haben. Jedoch gibt es seit 1994 verschiedene Wege, sich für diesen Bereich ausbilden zu lassen. In den meisten Fällen sind die Hausverwalter ausgebildete Immobilienfachmänner bzw. Immobilienfachfrauen. Fachhochschulen und Berufsakademien bieten mittlerweile diverse Studiengänge an, in denen man sich unter anderem auf Immobilienmanagement und –wirtschaft spezialisieren kann. Mit solch einer Ausbildung hat man gewiss Vorteile, wenn man sich als Verwalter bewirbt.

Das Finanzamt sieht eine Hausverwaltung als ein Unternehmen, das freiberuflich und selbständig ist. Jeder kann sich beim Finanzamt als Hausverwalter anmelden. In diesem Fall ist das Gewerbeamt nicht für die Aufsicht zuständig und es muss auch keine Gewerbesteuer dafür gezahlt werden. Wenn man allerdings über 1000 Wohneinheiten verwaltet, wird davon ausgegangen, dass es sich um eine gewerbliche Tätigkeit handelt.